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Willkommen auf der News-Seite!

Hier finden Sie immer aktuelle Informationen aus Wissenschaft und Praxis zu unserem und Ihrem Tätigkeitsbereich . So wissen Sie nicht nur wofür, sondern auch, wo wir gerade stehen. Und bestimmt ist immer die eine oder andere interessante Information für Sie dabei. Klicken Sie daher einfach immer mal wieder rein.


  • Aktuelles Angebot: Mitgliederbefragung für 25 Euro 1)  (30.07.2008)
Sie wollten schon immer ein wenig mehr über Ihre Mitglieder wissen? Aktuell bietet Sportfieber eine Mitgliederbefragung für die ersten drei Vereine beinahe kostenlos an. Nur eine geringfügige Schutzgebühr ist zu entrichten. Dieses Angebot gilt nur bis zum 15. August. Bei der Umfrage handelt es sich um eine Online-Umfrage, die für die Mitglieder Ihres Vereins ausgearbeitet wird. Mittels dieser Erhebung sollen die folgenden Inhalte von den Mitgliedern in Erfahrung gebracht werden: demographischesProfil, sportliches Profil, Zufriedenheit und Sportausgaben. Ein weiteres Thema kann auf Wunsch des Vereins mit in die Befragung aufgenommen werden. Ein streng wissenschaftlicher Anspruch wird an diese Befragung nicht gestellt. Aber Sie können einen guten Überblick über Ihre Mitglieder gewinnen. Bei Ihren nächsten Maßnahmen können Sie sich damit ganz nach den Wünschen der Mitglieder richten.  Die Umfrage wird zeitnah, innerhalb eines Monats durchgeführt. Sie müssen Ihren Mitgliedern nur den Link für den Fragebogen zukommen lassen. Sobald die gewünschte Teilnehmerzahl erreicht wird, kann die Auswertung beginnen. Sie erhalten eine kostenlose Auswertung der Ergebnisse durch Dipl Sportw. Johannes Michels. Zudem gibt es zu den jeweiligen Auswertungsergebnissen eine kurze Empfehlung aus eigener Sicht. Auch für gewerbliche Unternehmen gibt es momentan einen Sonderpreis auf eine Kundenbefragung. Fragen sie einfach unverbindlich nach.


1) dies ist eine Schutzgebühr, Angebot gilt nur für die ersten drei Vereine



  • Wenn ein Sponsor alles bedeutet (20.06.2008)

Die Köln 99er´s sind seit der Saison 2001/2002 in der Basketball Bundesliga aktiv. Fast immer erfolgreich hatten sie mit RheinEnergie einen großen Sponsor. 2006 wurden sie sogar Deutscher Meister. Trotzdem verließ sie im Jahre 2007 der große Sponsor, nach dem sich das Team damals benannt hatte (RheinEnergie Köln). Weit oben in der Tabelle stehend, stieg dann Anfang 2008 auch noch der Gesellschafter der GmbH aus: Der Insolvenzantrag musste gestellt werden. Dies verdeutlicht die Brisanz der Lage, denn der Spielbetrieb musste zunächst eingestellt werden. Daraufhin verließen drei der besten Spieler den Verein. Im März dieses Jahres konnten zwei Sponsoren in letzter Sekunde gefunden werden (Jürgen Wollny, Investor aus Hamburg und ein Zusammenschluss Kölner Unternehmer). Die Köln 99er´s sind nun am Ende der Saison auf dem 10. Platz gelandet.
Im gleichen Atemzug sind auch die Bayer Giants zu nennen. Nach dem Großauststieg von Bayer aus diversen Sportsponsorings, ereilte auch die Giants ein großes Geldproblem. Nachdem die Finanzlücke nicht geschlossen werden konnte, haben die Giants ihren Umzug nach Düsseldorf bekannt gegeben: Die Spiellizenz wurde verkauft. Auch Top-Teams haben es nicht immer leicht Sponsoren zu finden.


  • Olympiasponsoring aktuell (01.06.2008)

Sponsor bei den Olympischen Spielen 2008 in Beijing zu sein kostet viel Geld. Fast zwei Milliarden Dollar haben die Sponsoren zusammen für die Sponsoringrechte bei den Spielen bezahlt. Diese nicht unerhebliche Summe soll das Image aufmöbeln und zu höheren Verkaufsumsätzen führen. In heutigen Zeiten eine riskante Unternehmung. Das bisher sicher angelegte Geld kann unter den gegeben Umständen sogar zu Image-schäden führen. Eine Umfrage unter 500 Sportinteressierten zeigt die Sensibilisierung des Publikums für die Themen Doping, Umwelt und Menschenrechtsfragen. Alle Beteiligten betrachten die angespannte Situation und Chinas Umgang mit Tibet daher mit Argusaugen. Trotz der prekären Situation ist bisher aber kein Sponsor abgesprungen!

"Bislang habe keiner der 63 Sponsoren die Zusammenarbeit eingeschränkt, erklärt das chinesische Organisationskomitee der Spiele in Peking. „Die Sponsoren identifizieren sich mit dem olympischen Geist und den Zielen der Olympischen Spiele“, sagte Marketing-Direktorin Yuan Bin. Eine Vermengung der Spiele mit politischen Themen sei „unfair“."
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 26.03.2008)


  • Sportverein contra erwerbswirtschaftlicher Sportbetrieb (15.05.2008)

Weber (1972) beschreibt unterschiedliche Möglichkeiten zur Wahl der Bedarfsdeckung: „Individuen haben, um ihre wirtschaftlichen Interessen zu verfolgen, die Alternativen Selbstversorgung, Tausch und Zusammenschluss […]“ (Weber, 1992 S. 382). Selbstversorgung wäre in diesem Falle der Bereich des unorganisierten Sports, dessen beachtliche Ausmaße schon im ersten Kapitel erwähnt worden sind. Die zweite Wahlalternative betrifft die kommerziellen Sportanbieter. Der zu zahlende Betrag, um hier Sport zu treiben, wird als Tausch deklariert. Eine Geldsumme wird gegen eine konkrete Gegenleistung getauscht. Ein erwerbswirtschaftlicher Betrieb hat meist einen Eigentümer, die Preise werden auf dem Markt bestimmt. Sie produzieren für ihre Umwelt, daher ist das Ziel des erwerbswirtschaftlichen Betriebes immer, Gewinn maximierend zu wirtschaften. Dies stellt einen grundlegenden Unterschied zu einem bedarfswirtschaftlichen Sportverein dar. Die Beitragszahlung eines Vereinsmitglieds wird als Transfer gewertet. Ein Transfer ist eine Übertragung ohne konkrete Gegenleistung. Wie lässt sich eine solche NPO nun am besten charakterisieren? Sportvereine weisen zunächst fünf grundlegende Merkmale auf, die sie unverwechselbar machen. Diese fasste Heinemann (2004) als konstitutive Merkmale von Vereinen zusammen:

  1.  Orientierung an den Interessen des Vereins
  2.  Freiwillige Mitgliedschaft
  3.  Unanhängigkeit von Dritten
  4.  Freiwilligenarbeit
  5.  Demokratische Entscheidungsstruktur

Sportvereine sind schon aufgrund dieser Merkmale nicht unmittelbar mit erwerbswirtschaftlichen Betrieben zu vergleichen. Beide können im Sportsektor fungieren, sind aber grundsätzlich unterschiedlich. Während der erwerbswirtschaftliche Betrieb in Konkurrenz zu allen anderen steht, hat der Verein eine Sonderstellung. Er steht zwar in Konkurrenz zu anderen Vereinen, muss aber gleichzeitig mit ihnen kooperieren um, z.B. den Ligabetrieb zu erhalten. Daher können nicht einfach Studien der BWL oder VWL auf Vereine übertragen werden. Zunächst stellt ein Verein eine Interessenvereinigung dar (Emrich, 2005). Der Sportverein arbeitet bedarfs-wirtschaftlich, also für seine Mitglieder, und ist daher fast immer Nutzenmaximierer. Entstehende Gewinne werden reinvestiert. Dies resultiert aus den gesetzlichen Vereinbarungen zur Gemeinnützigkeit, denn ein Verein muss selbstlos, ausschließlich und unmittelbar arbeiten. Findet also eine Preiserhöhung für Mitglieder statt, muss das einfließende Geld in den Verein investiert werden. Horch (1992, S.61) schreibt dazu:

         „Das Mitglied einer Vereinigung erhält für seinen Beitrag ein Recht,
         mögliche Leistungen der Vereinigung in Anspruch zu nehmen oder
         profitiert sonst vom möglichen Erfolg der Vereinigung, ohne dass
         dies in einem Äquivalenzverhältnis zu seinem Beitrag steht. Zudem
         besteht der „Preis “ einer Sportvereinsmitgliedschaft nicht nur aus
         dem Beitrag, wie bei einer FPO.“

Zusätzlich muss noch der Faktor Arbeit hinzugefügt werden. Laut Horch (1992) bestehen Ressourcen eines Vereins also nicht nur aus Geld, sondern auch aus der Solidarität der Mitglieder. Während bei kommerziellen Anbietern lediglich der Austritt als Option besteht, obliegt der Mitgliedschaft im Verein eine Besonderheit: Das Mitglied hat sowohl eine Austritts-Option als auch eine Widerspruchs-Option (Hirschmann, 1970). Somit kann das Mitglied mit dem Widerspruch besonderen Druck auf die Organisation ausüben, der Austritt dient als Druckmittel. Dabei können Loyalität und emotionale Bindung eine große Rolle spielen. Das folgende Kapitel befasst sich mit dieser Thematik. Eine weitere strukturelle Besonderheit stellt die Rollenidentität dar. Bei einem Produkt sind Produzent, Informant, Entscheider, Käufer und Nutzer nicht dieselbe Person. In Sportvereinen ist dies allerdings idealtypisch gegeben. Das Mitglied nimmt alle Rollen ein und ist somit sogar Produzent und Konsument in einer Person. Mitglieder dürfen also nicht als Konsumenten im klassischen Sinne gesehen werden. Bei einer Preisänderung muss daher diese besondere Situation der Vereine beachtet werden. Dies kann sich z.B. darin äußern, dass Mitgliedern kenntlich gemacht wird, wo die neuen Gelder investiert werden.


  • Der Mitgliedsbeitrag (01.06.2008)
Laut der FISAS Studie 1996 (Deutscher Sportbund, 1998) erheben beinahe alle Vereine Mitgliedsbeiträge. Der eingenommene Betrag der Vereine des DSB entsprach 1996 hochgerechnet in etwa 1,002 Mrd. Euro. Die Gesamteinnahmen der Vereine lagen bei ungefähr 3,630 Mrd. Euro. Damit machen allein die Mitgliedsbeiträge zwei Fünftel aller Einnahmen der Vereine aus. Weitere große Posten sind Spenden, Zuschüsse der Kommunen und Sportorganisationen sowie Einnahmen aus der Vermögensverwaltung. Nach dem Sportentwicklungsbericht (Breuer, 2006) generieren sogar 99 % der Vereine Gelder aus Mitgliedsbeiträgen. Laut dieser Studie beläuft sich der Anteil der Mitgliedsbeiträge an den Gesamteinnahmen des Vereins auf
knapp 57 %. Damit erklärt sich erneut die Wichtigkeit der Mitgliedsbeiträge. Somit ist der Mitgliedsbeitrag das wichtigste Instrument, um die finanzielle Situation von Vereinen verbessern zu können und dabei gleichzeitig von Dritten unabhängig zu bleiben. Die Preissituation in deutschen Vereinen gestaltet sich äußerst unterschiedlich. Die Ausgaben für Mitgliedsbeiträge liegen meist unter einem angemessenen Marktpreis. „Die Mitgliedschaftsbeiträge in deutschen Sportvereinen können insgesamt als moderat bezeichnet werden“, schreibt Breuer (2006, S.1). Dies wird durch öffentliche Fördergelder sowie Spenden und weitere Einnahmen wie z.B. Sponsorengelder ermöglicht. Auch Aufnahmegebühren können vereinzelt vorkommen. Große Unterschiede gibt es zwischen den verschiedenen Sportarten. Eine Beitrags-differenzierung innerhalb eines Vereins ist ebenfalls möglich und findet häufig ihre Anwendung. So wird zwischen aktiven und passiven Mitgliedern unterschieden. Auch Schüler, Studenten und Senioren bezahlen meist einen geringeren Beitrag. Die Spanne reicht von beitragsfreien Mitgliedern (Leistungssportler) bis zu sehr hohen Beiträgen, wie sie im Golfsport vorkommen. Nach der Veltins Sportstudie (2001) lag 2001 der durchschnittliche Mitgliedsbeitrag bei umgerechneten 17,90 Euro pro Monat. 62 % der befragten Personen bezahlten sogar nur einen Beitrag von ungefähr zehn Euro. Nach dem Sportentwicklungsbericht (Breuer, 2006) wurden 2005 in deutschen Vereinen im Mittel für Kinder 6,24 Euro, für Jugendliche 8,38 Euro und für Erwachsene 15,56 Euro Mitgliedsbeitrag erhoben. Damit liegt der ermittelte Beitrag sogar noch ein wenig niedriger. Die Werte liegen allerdings sehr eng beieinander. Dies bekräftigt die These, dass die Preissetzung tief unter einem möglichen Marktpreis liegt. Die tatsächlichen Ausgaben für ein Mitglied liegen nämlich laut dieser Studie zwischen 112 und 363 Euro. Breuer nennt dies einen Solidarmechanismus, da so der Sport für „Jedermann“ möglich ist. Die Studie ergab, dass Mehrspartenvereine niedrige Preise anboten und Wenigspartenvereine, die Golf oder Tennis anboten, weit über dem Durchschnitt lagen. Breuer (2006) untersuchte auch die Verteilung der Beiträge auf die Länder. So wurde im Saarland im Mittel mit 7,44 Euro am wenigsten Beitrag ausgegeben. Den höchsten Betrag zahlten die Hamburger: Beim Hamburger Sportbund wurde ein Durchschnittswert von 44,89 Euro ermittelt. Zum allgemeinen Vergleich: Die Beitragssätze kommerzieller Anbieter liegen weit über diesen Preisen. So ermittelte der deutsche Sportstudioverband (2004) durchschnittliche Monatspreise von etwa 46,95 Euro.

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